Medizinisches Glossar - A -
München, 25.07.2005.
Abdomen - Bauch
Ablatio - Ablösung, Amputation
Ablatio mammae - Operative Entfernug der Brust, Brustamputation
Absorption - Aufnahme
Adenokarzinom - vom Epithelgewebe der Drüsen ausgehendes Karzinom
Adenom - vom Epithelgewebe der Drüsen oder der Schleimhaut des Magen-Darm-Trakts ausgehende, zunächst gutartige Geschwulst, die bösartig entarten kann
adenomatös - drüsenförmig
adjuvant - unterstützend, ergänzend
Adreno - die Nebenniere betreffend
Adrenocortico - die Nebennierenrinde betreffend
Ätiologie - Lehre von den Krankheitsursachen beziehungsweise (bzw.) die einer Krankheit zugrundeliegende Ursache selbst.
Ätiologischer Faktor - Verursachender Faktor
Agonist - Pharmakologisch: Substanzen, die sich mit einem Rezeptor verbinden und die zellulären Eigenschaften verändern. Gegenteil: Antagonist.
akut - plötzliches Einsetzen einer Erkrankung
Alkaloide - stickstoffhaltige, meist kompliziert aufgebaute Inhaltsstoffe von Pflanzen mit pharmakologischer Wirkung
Alkylantien - Gruppe von Zytostatika, die Alkylgruppen (Kohlenwasserstoffreste/-gruppen) in organische Verbindungen einführen, insbesondere in die DNS. Dadurch werden deren Stränge vernetzt und die Erbinformation kann nicht mehr abgelesen werden.
Allergie - Fehlgeleitete Immunreaktion: Es werden harmlose Stoffe (zum Beispiel (z.B.) Pollen) als körperfeindliche Antigene erkannt und dagegen Antikörper gebildet.
allogen - aus dem griechischen allos = anders, verschieden - Knochenmarkfremdspende. Dem HLA - verträglichen Spender wird Knochenmark entnommen und dem Empfanger gegeben
Alopezie - Haarausfall
ambulant - ohne Krankenhausaufenthalt
Amenorrhoe - Ausbleiben der Regelblutung
Aminosäuren - Organische Verbindungen, aus denen die Eiweiße (Proteine) aufgebaut sind.
Amputation - operative Entfernung eines Körperteils
anabol - den Stoffwechsel im Sinne von (Eiweiß-)Aufbau beeinflussend, insbesondere Aufbau von Muskelmasse.
Analgetikum - Schmerzlinderndes Medikament
Anämie - Blutarmut, Verminderung von Erythrozytenzahl und Hämoglobin
Anamnese - Krankengeschichte: Art, Beginn und Verlauf der aktuellen Beschwerden, die im ärztlichen Gespräch mit dem Kranken erfragt werden.
Anaphylaxie - Besonders schwere Sonderform der Allergie, die zum sogenannten anaphylaktischen Schock mit tödlichem Ausgang führen kann.
Anästhesie - Schmerzausschaltung
Anastomose - 1. natürliche Verbindung zwischen Blut-, Lymphgefäßen oder Nerven
2. Operativ angelegte Verbindung von Hohlorganen. z.B. bilio-digestive Anastomose = Verbindung von Gallengang oder -blase mit Dünndarm oder Zwölffingerdarm.
Androgene - männliche Geschlechtshormone, die die Ausbildung der sekundären Geschlechtsmerkmale des Mannes fördern. Wichtigster Vertreter ist das Testosteron.
Angiosarkom - Hämangiosarkom
Anorexie - Appetitlosigkeit
Antagonist - Gegenspieler, Gegenmittel
Antiandrogene - Substanzen, die die Wirkung der natürlichen Androgene hemmen.
Antibiotika - Sammelbegriff für chemisch unterschiedliche Stoffwechselprodukte verschiedener Organismen mit abtötender oder wachstumshemmender Wirkung. Diese kann sich gegen z.B. Viren, Bakterien, Pilze und auch Körperzellen richten.
Antidiuretisches Hormon - ein Hormon, das den Flüssigkeitshaushalt steuert
Antidot - Gegengift
Antiemetika - Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen
Antigen - Stoffe, die vom Körper als feindlich erkannt werden und das Immunsystem zur Bildung von Antikörpern anregen. Es sind meist Eiweiße, z.B. in der Zellwand von Bakterien.
Antigen-Antikörper-Reaktion - in der Regel nicht wieder lösbare Verbindung von Antigen und Antikörper zu einen sogenannter Immunkomplex
Antikörper - Reaktionsprodukte des Immunsystems auf körperfeindliche Stoffe (Antigene). Es sind relativ kompliziert gebaute Eiweiße. Sie gelten als Träger der Immunität.
Sie sind gezielt gegen das Antigen gerichtet, lagern sich daran an und machen es dadurch wirkungslos.
Antimetabolite - Substanzen, die einen lebenswichtigen Stoffwechselprozeß blockieren oder verändern.
antimykotisch - das Wachstum von Pilzen hemmend
antineoplastisch - das Tumorwachstum hemmend, siehe auch Neoplasie, neoplastisch
Antiöstrogene - Hemmstoffe des körpereigenen Hormons Östrogen
Antioxidantien - Stoffe, die leicht Sauerstoff binden und dadurch andere Stoffe (z.B. in Lebensmitteln) vor unerwünschter Aufnahme von Sauerstoff schützen.
antiproliferativ - wachstumshemmend
Antiserum - Serum, das Antikörper gegen einen oder mehrere bestimmte Krankheitserreger enthält
antizipatorisches Erbrechen - vorwegnehmendes Erbrechen,dass heißt bevor mit der Chemotherapie begonnen wurde. Psychologisches Problem, das aus der Angst vor dem Erbrechen resultiert und oft auftritt, wenn es bei einer vorhergehenden Therapie nicht oder unzureichend verhindert wurde.
Anus - After
Anus praeter (naturalis) - künstlicher Darmausgang
Aplasie - allgemeine Bezeichnung für fehlende Entwicklung eines Organs
Apoenzym - Trägersubstanz eines Enzyms, bildet zusammen mit dem Coenzym das Holoenzym.
Applikation - Anwendung, Verabreichung
Arrhythmie - unregelmäßiger oder fehlender Rhythmus, Unregelmäßigkeit der Herz- oder Hirntätigkeit
Arterien - Schlagadern, Pulsadern: Blutgefäße mit vom Herzen wegleitender Strömungsrichtung. Sie transportieren sauerstoffreiches Blut in den Körper und sauerstoffarmes Blut in die Lunge.
Arteriosklerose - umgangssprachliche Bezeichnung: Arterienverkalkung. Wichtigste und häufigste krankhafte Veränderung der Arterien mit Verhärtung, Verdickung, Elastizitätsverlust und Lichtungseinengung.
Für die Auslösung bzw. Förderung der Arteriosklerose werdenunter anderemverantwortlich gemacht: Bluthochdruck, zu hohe Blutfette, Zuckerkrankheit, Rauchen Streß, Alter, familiäre Belastung.
Aspiration - Ansaugen
Assoziation - Verbindung, Verknüpfung, insbesondere gedanklich
asymptomatisch - ohne Symptome (Krankheitszeichen)
Atonie - Erschlaffung, Herabsetzung des Spannungszustandes der Muskulatur
Attenuierung - Abschwächung der Virulenz von Krankheitserregern unter Erhaltung der antigenen Eigenschaften.
attenuierte Viren/Bakterien - Abgeschwächte Krankheitserreger (Viren oder Bakterien) oder Bestandteile davon, die gezüchtet oder biochemisch hergestellt werden.
Autoimmun-/Autoaggressionskrankheiten - Krankheiten des menschlichen Immunsystems, bei denen Immunzellen das eigene Körpergewebe schädigen.
Autoimmunisierung - Immunisierung gegen körpereigene antigene Substanzen mit Bildung von Autoantikörpern.
autogen - aus dem griechischen autos= selbst aus dem Körper entstanden, nicht von außen eingebracht
Autotransplantation - körpereigenes Gewebe - zum Beispiel Haut - wird von einer Stelle des Körpers zu einer anderen transplantiert.
Axilla - Achsel, Achselhöhle

